Bitcoin fällt auf Zweimonatstief: ETF-Abflüsse drehen 2026 ins Minus

Bitcoin hat sich zu Wochenbeginn weiter abgeschwächt. Wie CoinDesk berichtet, rutschte der Kurs am Montag im Tagesverlauf auf rund 71.479 US-Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit Anfang April. In den vergangenen 24 Stunden gab BTC um knapp 3% nach, auf Wochensicht beträgt das Minus mehr als 7%. Belastungsfaktoren sind vor allem Abflüsse aus ETFs, Verkäufe institutioneller Anleger sowie eine Zunahme von Long-Liquidationen. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen inzwischen an 10 Handelstagen in Folge Nettoabflüsse; kumuliert summieren sich diese nahezu auf 3 Mrd. US-Dollar. Damit sind die Jahreszuflüsse der entsprechenden börsengehandelten Produkte ins Minus gedreht. Unterm Strich liegt das in diesem Jahr über ETFs in Bitcoin allokierte Kapital nun unter dem Niveau zum Jahresende, was auch auf Gewinnmitnahmen und Umschichtungen in andere Anlageklassen hindeutet. Zusätzlich richtet sich der Blick auf Unternehmenshalter von Bitcoin. Strategy, das nach eigenen Angaben Bitcoin im Wert von über 60 Mrd. US-Dollar hält, verkaufte in der vergangenen Woche 32 BTC. Der Erlös lag bei rund 2,5 Mio. US-Dollar, der durchschnittliche Verkaufspreis bei etwa 77.135 US-Dollar. Der Verkauf erfolgte kurz nachdem Michael Saylor, Chairman und Gründer des Unternehmens, angedeutet hatte, er "könnte etwas Bitcoin verkaufen". Aus Unterlagen bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) geht hervor, dass der Schritt der Finanzierung von Dividenden auf Vorzugsaktien diente. Derivatmarkt verschärft den kurzfristigen Druck Zusätzliche Abwärtsdynamik kam aus dem Derivatemarkt. Laut CoinGlass wurden in den vergangenen 24 Stunden Bitcoin-bezogene Positionen im Volumen von rund 155 Mio. US-Dollar liquidiert, etwa 94% davon entfielen auf Long-Positionen. Nach mehreren Rückgängen in Serie nähert sich das Monatsminus von Bitcoin 8%. Vom Allzeithoch bei 126.080 US-Dollar hat der Kurs damit rund 43% abgegeben. Anhaltende Kapitalabflüsse, Unternehmensverkäufe und die Bereinigung gehebelter Positionen belasten das kurzfristige Marktsentiment.