Bitcoin verliert 2.600 US-Dollar, nachdem die SEC Ausnahmeregeln für tokenisierte Aktien vertagt

Bitcoin ist nach Berichten über eine Verzögerung bei US-Regulierungsplänen für tokenisierte Aktien innerhalb von 24 Stunden um rund 2.600 US-Dollar gefallen. Die Nachricht sorgte für starke Schwankungen im gesamten Kryptomarkt. Im Zuge des Rücksetzers wurden in den vergangenen 12 Stunden Long-Positionen im Umfang von mehr als 500 Mio. US-Dollar liquidiert. Auslöser war die Meldung, die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) habe die Veröffentlichung eines geplanten Ausnahmerahmens verschoben. Dieser sollte Krypto-Unternehmen unter bestimmten Bedingungen den Handel mit tokenisierten Vermögenswerten ermöglichen, die an börsennotierte US-Aktien gekoppelt sind. Die regulatorische Unsicherheit und der Liquidationsdruck setzten den Kurs unter Druck. Marktdaten zufolge gab Bitcoin in der Sitzung um etwa 3,4% nach. Die Abwärtsbewegung löschte laut Schätzungen rund 55 Mrd. US-Dollar aus der Marktkapitalisierung. Zu Beginn der Bewegung notierte Bitcoin nahe 77.800 US-Dollar und rutschte anschließend in den Bereich um 75.200 US-Dollar. Zwischenzeitliche Erholungsversuche blieben kurz, die Verkäufe hielten an. SEC verschiebt Zeitplan für Ausnahmerahmen Laut einem Bloomberg-Bericht hatten SEC-Mitarbeitende einen Entwurf vorbereitet und intern geprüft, eine Veröffentlichung sei in dieser Woche möglich gewesen. Nach Gesprächen mit Vertretern von Börsen und weiteren Marktteilnehmern sei der Zeitplan aber vertagt worden, weil zusätzliche Fragen zu Teilen des Rahmens aufkamen. Im Fokus standen demnach unter anderem tokenisierte Aktien, die von Drittanbietern ausgegeben werden, ohne direkte Hinterlegung oder Autorisierung durch die jeweiligen börsennotierten Unternehmen. An dem Entwurf selbst habe die SEC zwar formal nichts geändert, Gespräche über Ausgestaltung und Anlegerschutz liefen aber weiter. Fragen zu Anlegerrechten und Marktstruktur Der diskutierte Vorschlag sieht dem Bericht zufolge vor, dass Anbieter tokenisierter Aktien sicherstellen müssen, dass Anleger Rechte erhalten, die denen klassischer Aktionäre entsprechen, darunter Stimmrechte und Dividendenansprüche. Ehemalige Regulierer hätten infrage gestellt, wie sich diese Verpflichtungen praktisch durchsetzen lassen, wenn blockchainbasierte Token zwischen pseudonymen Wallets übertragen werden können und damit außerhalb üblicher Aktionärsregister zirkulieren. Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Für Handlungen auf Basis der genannten Informationen wird keine Verantwortung übernommen.