Bitcoin könnte über 80.000 US-Dollar zurückkehren – MSTR-Käufe, US-Iran-Spannungen und Makrofaktoren im Fokus

Laut Huo Xing Finance sieht der Kryptoanalyst Marcel Pechman nach dem gescheiterten Ausbruch über 82.000 US-Dollar zunächst Verkaufsdruck: Bitcoin testete erneut die Zone um 76.000 US-Dollar, innerhalb von vier Tagen wurden Long-Positionen im Umfang von 400 Mio. US-Dollar liquidiert – ein Rückgang von rund 7% gegenüber den jüngsten Hochs. Trotz der Korrektur mehren sich nach Einschätzung des Analysten die Voraussetzungen für eine Rückkehr in Richtung 80.000 US-Dollar. Drei mögliche Impulse stehen dabei im Vordergrund. Erstens sorgt Strategy (MSTR) für zusätzliche Nachfrage. Das Unternehmen investierte in der vergangenen Woche 2 Mrd. US-Dollar, um seine Bitcoin-Bestände auszubauen. Parallel kaufte Strategy Wandelanleihen mit Fälligkeit 2029 im Volumen von 1,5 Mrd. US-Dollar zurück. Die vorzeitige Rückzahlung eines Teils der vorrangigen Schulden senkt das Risiko einer künftigen Verwässerung für bestehende MSTR-Aktionäre, schafft Spielraum für weitere Aktienemissionen und damit potenziell für zusätzliche Bitcoin-Käufe. Zweitens rücken Makrofaktoren in den Blick. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,6% und damit auf den höchsten Stand seit 16 Monaten. Damit verschiebt sich das Vertrauen der Anleger schrittweise in Richtung knapper Vermögenswerte. Für 2026 wird zudem die Fälligkeit von langfristigen Schulden in Höhe von 2 Bio. US-Dollar erwartet, was die US-Notenbank zu weiteren Anleihekäufen zwingen könnte und die Attraktivität des US-Dollars schwächt. Gold legte im Januar deutlich zu, hat diese Gewinne seitdem aber weitgehend wieder abgegeben. Bitcoin erholte sich im selben Zeitraum von 65.000 auf 76.500 US-Dollar – ein Signal für die wachsende Wahrnehmung als potenzieller "Safe Haven". Drittens könnte eine Entspannung im Iran rasch für mehr Risikofreude sorgen. Am Montag stieg Brent-Öl auf 113 US-Dollar, nachdem Gespräche über die Straße von Hormus ins Stocken geraten waren. Seit den US- und israelischen Angriffen auf Iran Ende Februar hat Öl um mehr als 50% zugelegt. Kommt es zu einer Einigung zwischen den USA und Iran, könnten sinkende Energiepreise den Inflationsdruck mindern und Bitcoin wieder über 80.000 US-Dollar tragen. US-Aktien notieren derzeit nahe Allzeithochs, während Bitcoin weiterhin rund 39% unter seinem Rekordstand liegt.