Bitcoin nähert sich 80.000 US-Dollar – stille Rally durch Institutionelle und ETF-Zuflüsse
Laut CoinDesk hat sich Bitcoin (BTC) dank stabiler institutioneller Nachfrage und anhaltender Unternehmenskäufe erstmals seit Januar wieder der Marke von 80.000 US-Dollar angenähert. Die Aufwärtsbewegung verläuft vergleichsweise unauffällig, da sich Privatanleger bislang nur begrenzt beteiligen. Treiber sind vor allem Short-Eindeckungen und Einstiege großer Investoren.
Bloomberg zufolge kaufte Strategy Inc. unter Führung von Michael Saylor im März Bitcoin im Wert von rund 3,9 Mrd. US-Dollar – das höchste monatliche Transaktionsvolumen seit fast einem Jahr. Gleichzeitig verzeichneten Bitcoin-ETFs Zuflüsse von etwa 2 Mrd. US-Dollar und beendeten damit vier Monate in Folge mit Abflüssen. Zusammen mit nachlassendem Verkaufsdruck legte Bitcoin seit Ende März um rund 14% zu.
Institutionelle Nachfrage stützt die Dynamik
Im vergangenen Monat flossen nahezu 2 Mrd. US-Dollar in Bitcoin-ETFs; für März war es laut Bloomberg der erste positive Nettozufluss seit fünf Monaten. Auch am Derivatemarkt werden Positionsverschiebungen deutlicher. FalconX-Trader Bohan Jiang sagte Bloomberg: "In der vergangenen Woche haben wir eine zunehmende bullishe Stimmung gegenüber Bitcoin gesehen" und verwies auf mehr Short-Covering.
Die Funding Rate blieb über längere Zeit negativ, was die zuvor skeptische Haltung gegenüber Perpetual Futures widerspiegelte. Dieses Umfeld beginnt sich zu drehen. Matt Howells-Barby von Kraken erklärte: "Wenn die Funding Rates an den großen Börsen überwiegend negativ sind, deutet das eher auf Vorsicht als auf Kapitulation hin." Dass Bitcoin unter diesen Bedingungen wichtige Marken hält, wird als Zeichen robuster Nachfrage gewertet. Händler achten nun auf weitere Bestätigung einer möglichen Trendwende.
Analysten warnen vor Überhitzung
Einige Marktbeobachter halten die Rally für überdehnt. Der Analyst Ted schrieb auf X, die Lage wirke überhitzt: "Die kurzfristigen MVRV-Bollinger-Bänder von Bitcoin sind auf dem stärksten Überhitzungsniveau seit 18 Monaten. Eine Umkehr scheint unmittelbar." Er verweist auf einen "stufenweisen Rückgang", der in früheren Zyklen wiederholt zu beobachten war: starke Rücksetzer, kurze Erholungen, anschließend weitere Abgaben. Aktuell zeige sich ein ähnliches Muster. Nach der Erholung sei der Markt in eine Konsolidierung übergegangen, was Zweifel an der Tragfähigkeit der Bewegung nährt.
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Gleichzeitig signalisieren die MVRV-Bollinger-Bänder, dass kurzfristige Trader wieder im Gewinn sind und Gewinne realisieren. Das gilt als Verbesserung gegenüber der zuvor länger anhaltenden negativen Dynamik.
Auch der breitere Kryptomarkt zog an. In den vergangenen vier Wochen stieg Ether um rund 10%; mehrere kleinere Token verzeichneten ebenfalls Kursgewinne.
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