Bitcoin wieder nahe 60.000 US-Dollar – institutionelle Abflüsse ziehen deutlich an

Bitcoin (BTC) wird erneut auf einem Kursniveau wie Anfang Februar gehandelt, nahe 60.000 US-Dollar. Diesmal fällt die Reaktion institutioneller Investoren allerdings deutlich negativer aus: ETF-Flussdaten zufolge werden Rücksetzer verstärkt zum Verkauf genutzt. Anfang Februar ließ der Verkaufsdruck nach, als der Kurs in Richtung 60.000 US-Dollar fiel. In der vergangenen Woche verzeichneten die 11 in den USA notierten Spot-Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse von 1,72 Mrd. US-Dollar – laut SoSoValue der höchste wöchentliche Mittelabzug seit mehr als einem Jahr. Zum Vergleich: In der ersten Februarwoche, als BTC bis fast auf 60.000 US-Dollar abrutschte, lagen die Abflüsse bei lediglich 318 Mio. US-Dollar. Der Trend hat sich zudem über mehrere Wochen verschärft. Die Abflüsse nahmen vier Wochen in Folge zu: von 1,0 Mrd. US-Dollar (Woche bis 15. Mai) auf 1,26 Mrd. US-Dollar, anschließend 1,26 Mrd. US-Dollar und 1,42 Mrd. US-Dollar, zuletzt 1,72 Mrd. US-Dollar. Im Februar zeigte sich ein anderes Muster: In der Woche, in der BTC die 60.000-US-Dollar-Marke erreichte, flossen 318 Mio. US-Dollar ab, während in den beiden Wochen davor 1,33 Mrd. US-Dollar und 1,49 Mrd. US-Dollar abgezogen wurden. Damals verlangsamten sich die Abflüsse mit fallenden Kursen, Käufer traten auf. Aktuell scheint sich das Bild umgekehrt zu haben: Mit nachgebenden Kursen beschleunigen sich die Rückgaben, eine institutionelle Nachfrage unterhalb des Marktes ist kaum erkennbar. Das spricht für ein bärisches Setup und könnte es den Bullen schwer machen, die Unterstützung bei 60.000 US-Dollar zu verteidigen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag Bitcoin bei rund 62.000 US-Dollar.