Bitcoin rutscht auf 76.000 US-Dollar – Nahost-Spannungen und erneute Schließung der Straße von Hormus belasten

Bitcoin ist angesichts neuer Spannungen im Nahen Osten auf rund 76.000 US-Dollar zurückgefallen. Zuvor hatte die Ankündigung Irans, die Straße von Hormus zu öffnen, eine Rallye bei Risikoanlagen ausgelöst und einen massiven Short Squeeze befeuert. Nachdem die Wasserstraße anschließend erneut geschlossen wurde, drehte die Stimmung an den Märkten abrupt. Laut Daten führte die Bewegung zu einem der größten Liquidationsereignisse seit 2026: Rund 168.336 Trader wurden liquidiert, die Verluste summierten sich auf 762 Mio. US-Dollar. Davon entfielen etwa 593 Mio. US-Dollar auf Short-Positionen – knapp drei Viertel der Gesamtsumme. Während der Rallye fielen die Ölpreise kurzzeitig um fast 10% und Bitcoin durchbrach zentrale Widerstände im Bereich von 76.000 bis 78.000 US-Dollar. Mit der Rückkehr der Straße von Hormus unter militärische Kontrolle und dem Kurswechsel mehrerer Tanker setzte wieder Risk-off ein, woraufhin die Kurse nachgaben. Strukturell wurde der Anstieg von über längere Zeit negativen Funding-Raten getragen: Short-Seller zahlten fortlaufend an Long-Positionen und schufen so die Voraussetzungen für einen Squeeze. Trotz der kurzfristigen Korrektur liegt Bitcoin auf Wochensicht weiter rund 4,5% im Plus; größere Assets wie Ethereum zeigten sich vergleichsweise stabil. Im Fokus steht nun die Unterstützung bei 76.000 US-Dollar. Schließt die Wochenkerze darüber, könnte die Ausbruchsstruktur Bestand haben. Ein Wochenschluss darunter würde hingegen das Risiko erhöhen, dass Bitcoin in die seit März etablierte Handelsspanne zurückfällt. (CoinDesk)