Bitcoin-ETFs ziehen im April 2026 1,97 Mrd. US-Dollar an – stärkster Monatszufluss des Jahres
Bitcoin-ETFs haben den April mit einem Rekordzufluss von 1,97 Mrd. US-Dollar im Jahr 2026 beendet. Damit lag das Neugeld deutlich über dem März-Wert von 1,37 Mrd. US-Dollar. Rückenwind kam vom Bitcoin-Kurs, der im Monatsverlauf um 12% zulegte – die stärkste Monatsperformance seit April 2025, als der Vermögenswert um mehr als 14% stieg.
IBIT dominiert, GBTC mit weiteren Abflüssen
BlackRocks iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) war im April der klare Marktführer und verbuchte rund 2 Mrd. US-Dollar Nettozuflüsse. Demgegenüber standen beim Bitcoin Trust ETF (GBTC) von Grayscale Investments Abflüsse von etwa 280 Mio. US-Dollar. Der Morgan Stanley Bitcoin Trust ETF (MSBT), der am 8. April startete, verzeichnete im gesamten Monat keinen einzigen Tag mit negativen Flows und sammelte rund 194 Mio. US-Dollar ein.
Zum Monatsende kam es bei ETFs kurzzeitig zu Rückgaben: Über drei Tage summierten sich die Abflüsse auf rund 490 Mio. US-Dollar. Am positiven Monatsbild änderte das nichts. Rechnet man die Zuflüsse aus März und April zusammen, die frühere Abflüsse im Januar und Februar ausglichen, liegt der kumulierte Nettozufluss in Bitcoin-ETFs seit Jahresbeginn 2026 bei rund 1,47 Mrd. US-Dollar. Seit Auflegung der Produkte haben die gesamten Zuflüsse inzwischen die Marke von 58 Mrd. US-Dollar überschritten.
Der Mai markiert den Start der 13F-Saison. Große Finanzinstitute legen dann ihre Positionen in Krypto-ETFs für das erste Quartal 2026 offen.
Ethereum- und Altcoin-ETFs mit gemischter Erholung
Ethereum-ETFs verbuchten im April Zuflüsse von 356 Mio. US-Dollar und damit den ersten positiven Monat seit Oktober 2025. Seit Jahresbeginn liegen sie dennoch mit 413 Mio. US-Dollar im Minus, was auf eine noch laufende Erholung hindeutet.
Bei Altcoins zeigte sich ein uneinheitliches Bild: XRP-Fonds meldeten 81,6 Mio. US-Dollar Zuflüsse, der stärkste Wert seit Dezember. Solana-ETFs kamen auf 38,7 Mio. US-Dollar und damit auf den niedrigsten jemals gemessenen Monatszufluss. Dogecoin-ETFs zogen 2 Mio. US-Dollar an, ein im Verhältnis zum bisherigen Gesamtvolumen auffälliger Anteil.
Struktureller Wandel im ETF-Markt zeichnet sich ab
Im ETF-Markt wird Kapital zunehmend konzentriert. IBIT allein steht für einen dominierenden Anteil der Zuflüsse und setzt damit ein Muster fort, das bereits zu Jahresbeginn sichtbar war. Diese Konzentration gilt als Risikofaktor: Stützt sich der Markt stark auf ein einzelnes Produkt, könnten regulatorische oder operative Probleme beim Emittenten spürbare Störungen auslösen.
Die anhaltenden Abflüsse bei GBTC sprechen zugleich für einen breiteren Übergang. Anleger scheinen sich von älteren Produkten weg und hin zu neueren, effizienteren ETF-Strukturen zu bewegen. Mit Beginn der 13F-Saison im Mai dürften die kommenden institutionellen Meldungen ein klareres Bild liefern, wie sich große Marktteilnehmer in Krypto-ETFs positionieren.