Bitcoin-ETFs verzeichnen 326 Mio. US-Dollar Abflüsse – BlackRocks IBIT an der Spitze
Die Erholung hielt nur einen Tag. Nachdem Bitcoin-ETFs am 4. Juni eine harte 13-tägige Abflussserie beendet hatten, drehten Anleger am 5. Juni wieder auf Verkauf: Unter dem Strich flossen 326 Mio. US-Dollar aus der Kategorie ab.
Auch Ethereum-ETFs gaben nach und verloren am selben Tag rund 6 Mio. US-Dollar. Für ETH ist das kein alarmierendes Volumen, markiert aber eine klare Kehrtwende gegenüber den Zuflüssen von 19,3 Mio. US-Dollar, die noch 24 Stunden zuvor verbucht wurden.
BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) trug den größten Anteil: Rund 214 Mio. US-Dollar der Abflüsse entfielen auf den Fonds. Damit kam etwa zwei Drittel der Tagesrückgaben aus einem einzigen Produkt. Die verbleibenden 112 Mio. US-Dollar verteilten sich auf andere Bitcoin-ETF-Angebote.
Das verwaltete Gesamtvermögen der Bitcoin-ETFs liegt bei etwa 75 Mrd. US-Dollar. Ein Tagesabfluss von 326 Mio. US-Dollar entspricht damit weniger als 0,5% des Bestands. Zuvor hatte die 13-tägige Abflussphase insgesamt rund 4,4 Mrd. US-Dollar aus den Produkten abgezogen. Die kurze Atempause am 4. Juni mit Zuflüssen von 3,05 Mio. US-Dollar wirkt damit eher wie ein Zwischenstopp als wie eine nachhaltige Trendwende.
Bei Ethereum-ETFs belief sich der Abfluss am 5. Juni auf etwa 5,97 Mio. US-Dollar – nach 19,3 Mio. US-Dollar Zuflüssen am 4. Juni.
Bitcoin notierte während der Abflüsse nahe 59.000 US-Dollar. Technische Analysten sehen die Marke von 60.000 US-Dollar als wichtige Unterstützung.
Auffällig ist zudem die Größenordnung im Vergleich zu Ethereum: 326 Mio. US-Dollar bei Bitcoin gegenüber rund 6 Mio. US-Dollar bei Ethereum – ein Verhältnis von 54 zu 1. Das spricht eher für spezifische Gründe hinter den Bitcoin-Rückgaben als für einen breit angelegten institutionellen Rückzug aus dem Kryptomarkt.