Bitcoin rutscht auf 75.000 US-Dollar nach Fed-Entscheid zur Zinspause
Nach Angaben von CoinDesk fiel der Bitcoin-Kurs auf 75.000 US-Dollar, nachdem die US-Notenbank Federal Reserve mit 8 zu 4 Stimmen beschlossen hatte, die Leitzinsen unverändert zu lassen. In den Wettmärkten liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin im April 80.000 US-Dollar erreicht, aktuell bei 3,8% – am Vortag waren es noch 10%.
Die Reaktion auf die Fed-Entscheidung dämpft die kurzfristigen Aufwärtschancen. Am 30. April hatte Bitcoin zeitweise die Marke von 86.000 US-Dollar überschritten. Für dieses Niveau liegt die Einschätzung derzeit nur noch bei 0,1%, bei nur einem verbleibenden Handelstag.
Belastend wirken zudem die anhaltenden Konflikte im Iran und hohe Ölpreise, die die Stimmung der Händler drücken und die Wahrscheinlichkeit weiterer Kursanstiege verringern. Im Markt für Bitcoin-Kursziele kam es zu spürbarer Volatilität; die größte Bewegung wurde um 9:50 Uhr registriert und entsprach einem Anstieg um 6 Punkte, bei insgesamt niedrigen Handelsvolumina.
Im Zielmarkt bei 80.000 US-Dollar wurden tatsächlich 51.800 USDC umgesetzt. Die Markttiefe im Orderbuch lag bei 1.391, sodass bereits eine Bewegung um 5 Prozentpunkte den Markt beeinflussen kann – auch relativ kleine Trades können daher eine merkliche Wirkung entfalten. Der Zielmarkt bei 150.000 US-Dollar gilt faktisch als eingefroren.
Die Entscheidung der Fed hat die makroökonomische Unsicherheit rund um Bitcoin verstärkt. Vor dem Hintergrund geopolitischer Risiken präsentierte sich die Notenbank in der letzten Sitzung unter Vorsitz von Jerome Powell hawkisch, was den Spielraum für eine dovishe Wende begrenzt. Entsprechend gelten die Chancen, dass Bitcoin kurzfristig 80.000 oder 150.000 US-Dollar erreicht, als niedrig.
In diesem Umfeld notiert der YES-Preis bei 4 Cent: Sollte Bitcoin tatsächlich 80.000 US-Dollar erreichen, würde eine Auszahlung von 1 US-Dollar einem rund 25-fachen Ertrag entsprechen – dafür wäre aber eine deutliche Veränderung der aktuellen Rahmenbedingungen nötig. Beobachtet werden sollten insbesondere Kevin Warsh's erste Schritte nach Amtsantritt als Fed-Chef sowie mögliche Entwicklungen im Iran-Krieg, da beides Ölpreise und die geldpolitische Stimmung beeinflussen kann.