IBIT-Blockverkauf über 1,3 Mrd. US-Dollar belastet Bitcoin-Kurs

Der Bitcoin-Markt geriet am Dienstag unter Druck, nachdem in einem Dark-Pool-Blocktrade Anteile im Wert von rund 1,3 Mrd. US-Dollar an BlackRocks Spot-Bitcoin-ETF IBIT verkauft wurden, wie CoinDesk berichtet. BTC gab im Tagesverlauf um etwa 2% nach und rutschte kurzzeitig auf rund 75.850 US-Dollar. Im Fokus stand zudem Strategy: Das Unternehmen setzte seine Bitcoin-Käufe in der vergangenen Woche aus und verwendete Mittel stattdessen für den Rückkauf von Wandelanleihen. Strategy kaufte 0%-Wandelanleihen mit Fälligkeit 2029 im Nennbetrag von 1,5 Mrd. US-Dollar zurück und zahlte dafür rund 1,38 Mrd. US-Dollar in bar, was einem Abschlag von etwa 8% auf den Nennwert entspricht. Infolge der Transaktion sanken die US-Dollar-Reserven von 2,25 Mrd. auf 871 Mio. US-Dollar; der ausstehende Bestand an Wandelanleihen verringerte sich von 8,2 Mrd. auf 6,7 Mrd. US-Dollar. Auf der Aktivseite hält Strategy weiterhin 843.738 Bitcoins. Laut Artikel entsprach die Entschuldung einer BTC-Rendite (BTC yield) von 0,7% beziehungsweise einem Gegenwert von rund 4.391 zusätzlichen Bitcoins. Das Management bezeichnete den Schritt als aktive Anpassung der Kapitalstruktur zur Reduzierung kurzfristiger Schuldenlast. Der Markt richtet den Blick stärker auf die schrumpfende Liquiditätsreserve: Demnach stehen aktuell 871 Mio. US-Dollar zur Bedienung von Dividenden und Schulden zur Verfügung, während sich die jährlichen Dividenden- und Schuldendienstverpflichtungen im Zusammenhang mit STRC und weiteren vorrangigen Instrumenten auf etwa 1,2 Mrd. US-Dollar belaufen. Ohne neue Finanzierung reicht die vorhandene Liquidität damit für weniger als ein Jahr. IBIT-Verkaufsorder erhöht kurzfristigen Druck In der Woche, in der Strategy keine zusätzlichen Käufe tätigte, nahm der Verkaufsdruck spürbar zu. Ein Händler veräußerte laut Bericht IBIT-Anteile im Wert von rund 1,3 Mrd. US-Dollar in einer einzelnen Dark-Pool-Transaktion und erhöhte damit den Angebotsdruck. Da größere Kauforders als Gegengewicht ausblieben, schwächte sich BTC anschließend ab. Zusätzlich meldete der Artikel für Montag bei Spot-Bitcoin-ETFs einen kombinierten Nettoabfluss von 333 Mio. US-Dollar, bei Spot-Ethereum-ETFs einen Nettoabfluss von 35 Mio. US-Dollar. Schwächere Mittelzuflüsse und große Abgaben verstärkten die kurzfristige Volatilität. Hyperliquid stößt in den Prediction-Markt vor Abseits der Kursbewegungen erweitert Hyperliquid seinen Aktionsradius. Die Plattform dehnt ihr HIP4-Results-Markets-System auf Prognosekontrakte zu Offline-Ereignissen aus, zunächst mit Fokus auf US-Inflationsdaten und Zinsentscheidungen der US-Notenbank. Damit tritt Hyperliquid in direkte Konkurrenz zu Polymarket und Kalshi. Ein zentraler Unterschied liegt im Settlement: Polymarket nutzt UMA als externen Oracle-Mechanismus und entscheidet Ergebnisse über Abstimmungen nach Einspruchsverfahren; Hyperliquid setzt auf eigene Validatoren, die sowohl die Marktnotierung als auch die Ergebnisfeststellung übernehmen, ohne externes Oracle. Das soll es Tradern ermöglichen, Ereigniswetten und Positionierungen in BTC oder tokenisierten Aktien auf einer Plattform zu kombinieren. KI-Token übertreffen Bitcoin Im Zuge der Sektorrotation floss Kapital zuletzt verstärkt aus BTC in KI-Token. In den vergangenen sieben Tagen legte NEAR um 54% zu, GRASS stieg um 67%, RENDER gewann 21% und Akash kletterte um 15%. Bitcoin liegt seit Jahresbeginn weiter im Minus und bewegt sich laut Artikel seit Mitte Mai überwiegend seitwärts. Als Treiber der Rally nennt der Bericht die wachsende Nachfrage nach KI-Infrastruktur; entsprechende Projekte verfügten zunehmend über Erlösmodelle wie Compute-Vermietung und Monetarisierung von Bandbreite statt reiner Spekulation. Ondo Finance teilte zudem den unerwarteten Tod von Gründer und CEO Nathan Allman mit. Präsident Ian De Bode übernahm mit sofortiger Wirkung die Rolle des CEO.