Bitcoin-Depot meldet Insolvenz nach Chapter 11 an – Aktie fällt im vorbörslichen Handel um 71%

Wie BlockBeats am 18. Mai berichtet, hat der US-Großbetreiber von Bitcoin-Geldautomaten Bitcoin Depot beim US-Insolvenzgericht für den südlichen Bezirk von Texas Insolvenzschutz nach Chapter 11 beantragt. Das Unternehmen will seine Vermögenswerte veräußern und den Geschäftsbetrieb geordnet einstellen. Bitcoin Depot erklärte, man habe in den vergangenen Jahren die Maßnahmen zur Betrugsprävention kontinuierlich ausgebaut, darunter strengere Identitätsprüfungen und niedrigere Transaktionslimits. Der zunehmende regulatorische Druck und die stark gestiegenen Compliance-Kosten hätten das Geschäftsmodell jedoch "nicht mehr tragfähig" gemacht. Nach eigenen Angaben zählte Bitcoin Depot als einer der nach Marktanteil größten Krypto-ATM-Betreiber in Nordamerika im August 2025 mehr als 9.000 Bitcoin-ATMs. Inzwischen wurde das Automaten-Netz abgeschaltet und ein gerichtlich überwachter Prozess zur Verwertung der Assets und Liquidation eingeleitet. An der Börse reagierten Anleger deutlich: Die Aktie von Bitcoin Depot (NASDAQ: BTM) verlor im vorbörslichen Handel mehr als 71%. Seit dem Nasdaq-Börsengang 2023 summiert sich das Minus auf nahezu 95%. Branchenkreise verweisen darauf, dass die verschärfte Regulierung von Cash-to-Crypto-Diensten in den USA und Kanada – unter anderem höhere Anforderungen an den Verbraucherschutz, stärkere Antibetrugspflichten und strengere Vorgaben zur Transaktionsüberwachung – die Profitabilität der gesamten Crypto-ATM-Branche strukturell unter Druck setzt.