Bitcoin-Transaktionsvolumen trotz Kursrückgang nahe Rekordniveau
Laut CoinMarketCap berichten ausländische Medien, dass die On-Chain-Aktivität nach dem Rücksetzer von Bitcoin auf rund 60.000 US-Dollar nicht im gleichen Maß nachgelassen hat. AMBCrypto verweist unter Berufung auf Analysten darauf, dass die Zahl der Bitcoin-Transaktionen im 30-Tage-Durchschnitt in die Nähe historischer Höchststände rückt. Das Zusammenspiel aus hoher Aktivität und fallendem Kurs deute auf groß angelegte Positionsverschiebungen hin.
Der Analyst Darkfost beziffert den 30-Tage-Durchschnitt der Transaktionen auf etwa 640.000 und damit nahe dem bisherigen Hoch von 660.000 aus der Korrekturphase im September 2024. Üblicherweise treten hohe Transaktionszahlen eher in starken Aufwärtsphasen oder beim Erreichen eines zyklischen Hochs auf. Diesmal steigt das Volumen parallel zu sinkenden Notierungen, was eher für eine geballte Umschichtung von Beständen als für frische Kaufdynamik spricht. Kurzfristige Halter sollen bereits mit Verlust verkauft haben; zudem fließt weiterhin Kapital aus Bitcoin ab. Das signalisiert eine anhaltend geringe Risikobereitschaft.
Auch auf der Mining-Seite nimmt der Druck zu. In den vergangenen vier Wochen lagen die Produktionskosten dem Bericht zufolge bei rund 43.000 US-Dollar je Bitcoin, während der Spotpreis von über 80.000 US-Dollar auf nahe 60.000 US-Dollar zurückfiel. Dadurch schrumpften die Gewinnmargen der Miner von 98% auf 47%. Die durchschnittliche tägliche Hashrate ging innerhalb von drei Wochen um etwa 33% zurück. Der 30-Tage-Durchschnitt liegt aber weiter über dem 60-Tage-Durchschnitt, was trotz Rückgang noch keine bestätigte langfristige Trendwende impliziert.
Zudem haben Miner ihre Transfers an Börsen deutlich ausgeweitet. Die täglichen Zuflüsse lagen zuletzt bei 10.000 bis 12.000 BTC und damit klar über der üblichen Spanne von 1.000 bis 3.000 BTC, was häufig als Hinweis auf steigenden Verkaufsdruck gewertet wird. Aus dieser Gemengelage folgert der Bericht, dass die aktuelle Verkaufskaskade noch nicht abgeschlossen sein dürfte und ein eindeutiger zyklischer Boden noch fehlt. Bei anhaltendem Abgabedruck in einem Umfeld extremer Panik könne Bitcoin weiter in Richtung 51.000 US-Dollar fallen.