Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs verzeichnen am 27. April Nettoabflüsse von 313 Mio. US-Dollar
Nach Daten von CoinMarketCap kam es am 27. April sowohl bei Bitcoin- als auch bei Ethereum-Spot-ETFs zu Nettoabflüssen. Bei Bitcoin belief sich der Nettoabfluss auf 263,18 Mio. US-Dollar, bei Ethereum auf 50,48 Mio. US-Dollar.
Am Prognosemarkt Polymarket wird das Ethereum-Szenario "$10.000 bis zum 31. Dezember 2026" aktuell mit 4% "Ja" gehandelt. Für ein Ethereum-Ziel von 4.000 US-Dollar bis Ende April liegen derzeit keine Quoten- oder aktuellen Volumenangaben vor. Der Kontrakt mit Fälligkeit Ende April weist weder gehandelte Quoten noch jüngste Volumenaufzeichnungen auf; bis zur Abrechnung bleiben sechs Tage. Der länger laufende 10.000-US-Dollar-Kontrakt bis Dezember 2026 bleibt dagegen stabil bei 4% "Ja". Das tägliche Handelsvolumen liegt bei lediglich 28 USDC, ein Hinweis darauf, dass Trader ihre langfristigen Positionierungen nicht an den täglichen ETF-Mittelbewegungen ausrichten.
Warum ist das relevant? Abflüsse gelten als Signal für eine Verschiebung der institutionellen Positionierung. Der jüngste Anstieg von Bitcoin zurück in die Spanne von 73.000 bis 78.000 US-Dollar sowie eine teilweise Entspannung im Nahostkonflikt könnten die Nachfrage nach geopolitischen Absicherungen reduziert haben. Verkäufe über ETFs deuten darauf hin, dass einige Investoren Kapital abziehen und eher mit kurzfristig höherer Volatilität als mit anhaltendem Aufwärtsmomentum rechnen. Für den bis 2026 laufenden 10.000-US-Dollar-Ethereum-Kontrakt dürften eintägige Abflüsse die Preisbildung kaum spürbar beeinflussen.
Worauf sollte man achten? Das niedrige Volumen beim 4.000-US-Dollar-Kontrakt für April spricht dafür, dass der Markt dem Ausgang bei nur noch sechs Tagen Restlaufzeit wenig Bedeutung beimisst. Bei längerfristigen Kontrakten können US-Regulierungsimpulse, etwa Ankündigungen der Securities and Exchange Commission (SEC), oder technische Fortschritte auf Protokollebene rund um Vitalik Buterin die Stimmung verändern. Auch eine erneute Zuspitzung geopolitischer Spannungen bleibt ein Faktor, der institutionelle Mittelzuflüsse in Krypto-ETFs beeinflussen kann.
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