Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichnen am 1. Mai Zuflüsse von 731 Mio. US-Dollar
Die Zuflüsse in Krypto-ETFs sind am Freitag deutlich angesprungen, nachdem es zuvor in der Woche zu kräftigen Abflüssen gekommen war. Am 1. Mai summierten sich die Nettozuflüsse in Bitcoin- und Ethereum-Produkte auf insgesamt 731 Mio. US-Dollar. Bitcoin-ETFs zogen dabei fast 630 Mio. US-Dollar an, Ether-ETFs kamen auf gut 100 Mio. US-Dollar. Parallel richtet sich der Blick beim Bitcoin-Kurs wieder auf die Marke von 95.000 US-Dollar.
Daten von Farside Investors zufolge führten Bitcoin-ETFs die Erholung an: Am 1. Mai flossen 629,8 Mio. US-Dollar zu. BlackRocks IBIT lag mit 284,4 Mio. US-Dollar an der Spitze. Fidelitys FBTC verbuchte 213,4 Mio. US-Dollar, der ARK-Invest-ETF ARKB 88,5 Mio. US-Dollar.
Zuvor hatten sich die Abflüsse zum Monatsende April gehäuft. Am 29. April lagen die Nettoabflüsse bei 137,6 Mio. US-Dollar, am 30. April bei 23,5 Mio. US-Dollar. Bereits zum 27. April war ein größerer Mittelabzug von 263,2 Mio. US-Dollar verzeichnet worden.
Auch bei Ethereum-ETFs drehte das Bild: Am 1. Mai kamen 101,2 Mio. US-Dollar hinzu. In den Tagen davor waren noch 87,8 Mio. US-Dollar am 29. April und 23,7 Mio. US-Dollar am 30. April abgezogen worden. Weitere Rückgaben hatte es früher im Monat gegeben, darunter 75,9 Mio. US-Dollar am 23. April und 50,4 Mio. US-Dollar am 27. April.
Nach Angaben von XRP Insights wächst der ETF-Bereich rund um XRP langsamer. Das verwaltete Vermögen wird auf 1,12 Mrd. US-Dollar geschätzt. Rund 828,33 Mio. XRP sind demnach gebunden, was etwa 0,8283% des Gesamtangebots entspricht. Der wöchentliche Nettozufluss liegt bei 11,28 Mio. XRP bzw. rund 15,68 Mio. US-Dollar. In Solana-ETF-Produkte flossen laut Bericht trotz der insgesamt positiven ETF-Dynamik keine Mittel.
Der Analyst Michaël van de Poppe ordnet die Bewegung im Bitcoin-Kurs im Kontext der wieder anziehenden ETF-Zuflüsse ein. Er erwartet einen Ausbruch nach oben und verweist auf einen typischen Monatsanfangseffekt: Neue Zuflüsse gingen häufig zunächst mit steigenden Kursen einher, gefolgt von einer leichten Korrektur im weiteren Monatsverlauf.
Als relevante Zonen nennt van de Poppe Widerstände bei 86.000 bis 88.000 US-Dollar sowie den Bereich um den 50-Wochen-Durchschnitt bei 93.000 bis 95.000 US-Dollar. Sollte letzterer erreicht werden, sieht er den Bärenmarkt als beendet an. Laut der beschriebenen Chartstruktur konsolidiert Bitcoin oberhalb der Unterstützungszone zwischen 71.000 und 73.000 US-Dollar, die als entscheidender Bereich gilt, während der Kurs sich einem übergeordneten Widerstand nähert.