Krypto: Abgänge im Compliance-Team bei Binance treffen Bereiche Finanzkriminalität und Monitoring – US-Justiz prüft mögliche Iran-Verbindungen

Bei Binance sind in den vergangenen Monaten mehrere ranghohe Compliance-Manager aus Bereichen wie Sanktions-Compliance, Ermittlungen und Monitoring von Finanzkriminalität ausgeschieden. Bloomberg beruft sich auf ein internes Organigramm, das die Abgänge bestätigt. Betroffen sind demnach unter anderem die Leitung der globalen Ermittlungen, der Sondereinheiten, der Intelligence-Sparte Asien-Pazifik, der Ermittlungen zu Finanzkriminalität sowie des Transaktionsmonitorings. Binance bezeichnete die personellen Veränderungen als "natürliche Fluktuation und Performance-Management" und erklärte, die 1.500-köpfige Compliance-Organisation bestehe weiterhin. Die Abgänge fallen in eine Phase, in der das US-Justizministerium laut Wall Street Journal untersucht, ob der Iran Binance zur Umgehung von Sanktionen genutzt haben könnte. US-Senator Richard Blumenthal leitete im Februar zudem eine Untersuchung im Senat ein, nachdem berichtet worden war, Mitarbeiter seien entlassen worden, die nahezu 2 Mrd. US-Dollar an Transfers zu iranischen Stellen gemeldet hätten. Binance weist diese Summe zurück und erklärt, eine eigene Prüfung habe 126 Mio. US-Dollar an indirekter Exponierung ergeben.