Eilmeldung: Australien startet offiziell in die Ära der Krypto-Regulierung
Australien hat sein erstes Krypto-Gesetz verabschiedet und führt damit eine Lizenzpflicht für Handelsplätze und Verwahrstellen ein. Das Parlament billigte am 1. April das Gesetzespaket "Digital Assets Framework Bill" und beendet damit jahrelange regulatorische Unsicherheit.
Künftig müssen alle Unternehmen, die Kryptowährungen im Auftrag von Kundinnen und Kunden halten, bei der Aufsicht ASIC eine "Australian Financial Services Licence" (AFSL) beantragen. Vorgeschrieben sind unter anderem der Schutz von Kundengeldern, transparente Offenlegungspflichten sowie funktionsfähige Verfahren zur Streitbeilegung.
Erfasst werden auch tokenisierte Verwahrplattformen, die reale Vermögenswerte halten und digitale Token ausgeben. Die neuen Regeln zielen auf Risiken wie die Vermischung von Kundengeldern und Insolvenzfälle ab, die in der Vergangenheit zu Krypto-Zusammenbrüchen beigetragen hatten. Reguliert werden Unternehmen, die Kundengelder verwahren – nicht die Kryptowährungen selbst.