Bhutan verkauft diese Woche Bitcoin im Wert von 40 Mio. US-Dollar – Bestand seit 2024 um 70% reduziert
Bhutan hat seine Bitcoin-Position in den vergangenen Monaten deutlich zurückgefahren. Daten von Arkham zufolge veräußerte das Königreich am 10. April BTC im Wert von 18 Mio. US-Dollar – rund 250 Coins. Bereits am 9. April hatte Bhutan weitere 319,7 BTC für mehr als 22 Mio. US-Dollar verkauft. Allein in dieser Woche summieren sich die Verkäufe damit auf über 40 Mio. US-Dollar.
Seit Jahresbeginn 2026 hat Bhutan laut Arkham insgesamt Bitcoin im Gegenwert von 215,7 Mio. US-Dollar abgestoßen. Der Bestand liegt damit bei etwa 3,77 Tsd. BTC, nachdem er im Oktober 2024 noch bei rund 13 Tsd. BTC gelegen hatte. Das entspricht einem Rückgang um 70% innerhalb von 18 Monaten.
Auffällig ist zudem: Experten verweisen darauf, dass seit über einem Jahr keine Mining-Zuflüsse von mehr als 100.000 US-Dollar zu beobachten waren. Das könnte darauf hindeuten, dass Bhutan seine BTC-Mining-Aktivitäten vorübergehend heruntergefahren hat. In den vergangenen Jahren hatte das Land seine umfangreiche Wasserkraft genutzt, um Bestände aufzubauen.
Der starke Kursrückgang bei Bitcoin hat die Lage vieler Miner verschärft: Sinkende Erlöse führen dazu, dass Betreiber Anlagen pausieren oder in Richtung KI-Geschäftsmodelle umschwenken. Ein weiterer Rückgang unter 65.000 US-Dollar könnte den Druck auf Miner zusätzlich erhöhen. Trotz der jüngsten Erholung von Bitcoin über 70.000 US-Dollar rechnen einige Marktbeobachter weiterhin mit einem erneuten Tief.
Zur Einordnung: Der anhaltende Rücksetzer von über 126.000 US-Dollar auf etwa 60.000 US-Dollar (mehr als 50%) wurde mehreren Faktoren zugeschrieben, darunter der Einbruch im Oktober sowie Sorgen rund um den 4-Jahres-Zyklus. Besonders betont wird zudem die zeitliche Überschneidung mit der Schwäche von US-Tech, gemessen unter anderem an Software-Aktien. Hintergrund seien Erwartungen, dass KI-Fortschritte Arbeitsabläufe stark verändern und teils zu massiven Stellenstreichungen führen könnten.
Die jüngste Bitcoin-Erholung wurde von einigen Analysten als vorübergehende Entkopplung von Software-Aktien und Gold interpretiert, auch angesichts steigender Käufe durch "Whales". Quinn Thompson, CIO der Advisory-Firma Lekker Capital, warnte dennoch vor weiterem Abwärtspotenzial. Er erwartet, dass Bitcoin weiterhin eng mit der Schwäche im US-Tech-Sektor verbunden bleibt und ein weiterer Rückgang möglich ist.
Zusammenfassung: Bhutan hat seit Ende 2024 rund 70% seiner BTC-Bestände verkauft und hält noch etwa 3,77 Tsd. BTC. Quinn Thompson sieht Bitcoin weiterhin im Gleichlauf mit der Schwäche bei US-Tech und hält eine weitere Abwärtsbewegung für möglich.