Arbitrum lässt 30.766 ETH im Wert von 71 Mio. US-Dollar nach Kelp-DAO-Hack einfrieren

Der Arbitrum Security Council hat nach Angaben von CoinDesk 30.766 ETH im Gegenwert von rund 71,1 Mio. US-Dollar eingefroren. Die Bestände lagen demnach auf einer Adresse, die mit einem Konto in Verbindung steht, das dem Exploit bei Kelp DAO zugeordnet wird. Der Angriff hatte am Wochenende zu einem Verlust von rund 292 Mio. US-Dollar geführt. Postal Arbitrum erklärte am Dienstag auf X, das Sicherheitsgremium habe die Mittel in eine zwischengeschaltete eingefrorene Wallet übertragen. Für andere Chains sowie für Arbitrum-Nutzer ändere sich dadurch nichts. Die ETH sollen eingefroren bleiben, sofern nicht ein Schieds- bzw. Arbitration-Komitee weitere Schritte genehmigt. In der Mitteilung heißt es, der Security Council habe die Angreifer auf Basis von Informationen von Strafverfolgungsbehörden identifiziert und sichergestellt, dass weder Arbitrum-Nutzer noch Anwendungen betroffen waren. The Block bat Arbitrum um weitere Angaben. Kelp DAO, eine Crosschain-Bridge auf Basis von LayerZero, war am Samstag Ziel eines größeren Angriffs. Dabei wurden 116.500 rsETH-Token im Wert von etwa 292 Mio. US-Dollar entwendet. Vorläufige Erkenntnisse von LayerZero deuten darauf hin, dass der Vorfall mit der nordkoreanischen Hackergruppe Lazarus in Zusammenhang stehen könnte. LayerZero kritisierte zudem die von Kelp DAO eingesetzte 1:1-Konfiguration des Decentralized Verification Network (DVN). Diese führe mangels unabhängiger Verifikation zu einem Single Point of Failure und erschwere das Erkennen betrügerischer Crosschain-Nachrichten. Kelp DAO zog eine frühere Aussage zurück und erklärte, die 1:1-DVN-Konfiguration sei die Standard-Voreinstellung von LayerZero.