APT fällt trotz steigender On-Chain-Transaktionen auf neues Allzeittief
Wie CoinDesk berichtet, stand APT in der vergangenen Woche unter anhaltendem Druck: Der Kurs verlor mehr als 30% und rutschte kurzzeitig auf 0,61 US-Dollar – ein neues Allzeittief. Auffällig ist die Diskrepanz zur Aktivität auf der Aptos-Blockchain: Während die Transaktionszahl weiter steigt, ist die Zahl aktiver Nutzer deutlich zurückgegangen. Das wirft Fragen auf, wie belastbar das aktuelle Nutzungsniveau des Netzwerks tatsächlich ist.
Divergenz zwischen Preis und Aktivität
Laut Bericht fiel der jüngste Kursrückgang in eine Phase, in der die On-Chain-Aktivität hoch blieb. In den vergangenen 180 Tagen hat Aptos demnach mehr als 1,7 Milliarden Transaktionen verarbeitet. Das tägliche Transaktionsvolumen stieg zuletzt von rund 5 bis 7 Millionen zu Jahresbeginn auf etwa 15 bis 19 Millionen.
Ein Nutzerindikator entwickelt sich dagegen klar schwächer: Die täglich aktiven Adressen sind von über 1 Million zu Beginn dieses Jahres auf zuletzt 68.800 gefallen. Damit sei das Transaktionswachstum nicht von einer breiten Ausweitung der Nutzerbasis begleitet worden.
Markt gewichtet Nutzerbindung stärker
Vor diesem Hintergrund achtet der Markt laut CoinDesk stärker auf die nachlassende Nutzeraktivität als auf die höhere Transaktionskapazität. Wenn weniger Nutzer mehr Transaktionen erzeugen, könne das auf Aktivität aus wenigen Anwendungen, eine stark konzentrierte Nutzergruppe oder automatisierte Programme hindeuten, statt auf organisches Wachstum in der Breite. Das erkläre, warum der Anstieg der On-Chain-Transaktionen den Kurs nicht stützen konnte.
Nach dem Bruch wichtiger Unterstützungen nahm der Verkaufsdruck zu. Das Handelsvolumen stieg parallel zum Kursrückgang, was eher auf aktives Abverkaufen als auf liquiditätsgetriebene Volatilität hindeutet.
0,82 US-Dollar als kurzfristige Marke
CoinDesk sieht 0,82 US-Dollar als zentrale kurzfristige Schwelle. Seit APT diesen Bereich unterschritten hat, habe sich die Marktstruktur deutlich eingetrübt. Solange der Kurs diese Marke nicht zurückerobert, bleiben die Bären im Vorteil und der Handel bewegt sich in einer Zone ohne klare Unterstützung.
Bleibt eine Erholung der Kaufdynamik aus, könnte der Fokus als nächstes auf 0,60 US-Dollar rücken; bei weiter sinkender Risikobereitschaft sei auch ein Test des Bereichs um 0,50 US-Dollar möglich. Gelingt hingegen die Rückkehr über 0,82 US-Dollar, könnte sich die Stimmung stabilisieren und Raum für eine Bewegung in die Spanne von 0,95 bis 1,15 US-Dollar eröffnen.