Andre Cronje: Rund 200 Mio. US-Dollar in rsETH nach Private-Key-Leak oder Konfigurationsfehler entwendet

BlockBeats, 19. April: Andre Cronje, Mitgründer von Sonic Labs und Gründer von Flying Tulip, erklärte, man untersuche den Vorfall rund um L0/rsETH weiterhin intensiv. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass entweder ein kompromittierter Private Key oder ein Konfigurationsfehler zum Abfluss von rsETH im Umfang von etwa 200 Mio. US-Dollar geführt habe. Den Angaben zufolge wurden die betroffenen rsETH anschließend bei Aave als Sicherheit hinterlegt, um ETH zu leihen – vor allem, weil die Liquidität in rsETH nicht ausgereicht habe. Die Position sei technisch besichert; selbst im Fall einer Unterbesicherung fungierten Aaves Token sowie das Security Module als erste Schutzlinie gegen mögliche Forderungsausfälle. Cronje betonte, Aave verfüge über keinen Mechanismus, um Nutzerverluste zu subventionieren, weshalb es unter Extrembedingungen theoretisch zu einem "Bank Run" kommen könne. Mit Blick auf die Größenordnung sei das Risiko aus seiner Sicht begrenzt: Aave halte derzeit rund 7 Mrd. US-Dollar in ETH, während sich die Abhebungen auf etwa 100 Mio. US-Dollar beliefen und PUT mit 17 Mio. US-Dollar exponiert sei. Unabhängig davon liege der Fokus weiterhin darauf, die PUT-Liquidität der Nutzer zu schützen. Daher habe man sämtliches ETH aus Aave abgezogen und in einen eigenen Wrapped-Contract überführt, nachdem die verfügbare Liquidität bei Aave unter den internen Mindestschwellenwert gefallen sei.