Liquidität am südkoreanischen Kryptomarkt bricht um 55% ein – Anleger schichten in Aktien um
Die Liquidität im südkoreanischen Kryptomarkt ist deutlich zurückgegangen. Nach Onchain-Daten von Allium Labs sanken die Stablecoin-Bestände von Wallet-Adressen, die mit den fünf größten Kryptobörsen des Landes – Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und GOPAX – in Verbindung stehen, von Juli 2025 bis Mitte März 2026 um rund 55%. Das Volumen fiel von 575 Mio. US-Dollar auf etwa 188 Mio. US-Dollar.
Der Kapitalabfluss steht laut Bericht in engem Zusammenhang mit der Schwäche des koreanischen Won. Nachdem die Währung die Marke von 1.500 Won je US-Dollar überschritten hatte, nahm der Verkaufsdruck spürbar zu. Bradley Park, Gründer von DNTV Research, erklärt, Investoren hätten in Phasen hoher Wechselkurse vermutlich USD-gebundene Stablecoins verkauft, die Erlöse wieder in Won getauscht und in heimische Anlagen umgeschichtet.
Parallel dazu gingen die Einlagen bei Wertpapierhäusern von rund 131 Bio. KRW Anfang März auf etwa 112 Bio. KRW zurück. Daten von Artemis zeigen zugleich, dass das Stablecoin-Handelsvolumen in Asien im selben Zeitraum insgesamt gestiegen ist. Das deutet darauf hin, dass es sich um ein isoliertes Phänomen des südkoreanischen Marktes handelt und nicht um einen regionalen Trend.