Aave startet rsETH-Entschädigungsabfrage: Fokus auf Überemission und Markt-Normalisierung
Laut BlockBeats vom 9. Mai hat Aave die zweite Phase des technischen Wiederherstellungsplans im Zusammenhang mit dem rsETH-Vorfall vorgestellt. Bereits am 28. April hatte Aave eine technische Recovery-Lösung für Aave V3 nach dem rsETH-Hack kommuniziert; seitdem wurden auf Ethereum Core und Arbitrum deutliche Fortschritte erzielt.
Am 6. Mai wurden acht Aave-V3-Positionen des Angreifers erfolgreich liquidiert. Die zurückgewonnenen rsETH-Sicherheiten wurden gemäß AIP an den Recovery Guardian übertragen. Andere Nutzer, darunter Umbrella-Staker, seien weiterhin nicht betroffen.
Auf Governance-Seite wurden Anträge sowohl im Mantle DAO als auch im Arbitrum DAO verabschiedet. Arbitrum DAO hat zugesagt, die vom Security Council gesicherten 71 Mio. US-Dollar in ETH an Aave zurückzuführen, damit diese Mittel im gemeinsamen "DeFi United"-Recovery-Vorhaben eingesetzt werden können.
Auch rechtlich gebe es Fortschritte: Ein Gericht hat Arbitrum DAO angewiesen, die eingefrorenen ETH per Onchain-Abstimmung an Aave LLC zu transferieren; nach dem Transfer soll eine einstweilige Verfügung folgen. Aave LLC wartet derzeit auf die endgültige Entscheidung. Übergangsweise habe das Team zusätzliche Mittel aufgenommen, um mögliche Finanzierungslücken zu schließen, damit Nutzer nicht durch Verzögerungen belastet werden.
Die nächste Phase zielt auf die Behebung der rsETH-Überemission und die Wiederherstellung des normalen Marktbetriebs. Auf Arbitrum sollen die aus Liquidationen stammenden rsETH verbrannt werden; parallel dazu will KelpDAO die entsprechenden LayerZero-Crosschain-Nachrichtenpakete burnen, um das durch den Angriff entstandene rsETH-Überangebot vollständig zu eliminieren.
Auf Ethereum sollen beschlagnahmte rsETH in das Bridge-Vault überführt und mit von der "DeFi United"-Allianz hinterlegtem ETH kombiniert werden, bis das Vault vollständig gedeckt ist. Danach soll die Bridge wieder regulär arbeiten. Anschließend werden rsETH-Abhebungen wieder geöffnet, und die für Liquidationen temporär angepassten Protokollparameter werden zurückgesetzt. Verbleibende betroffene Positionen sollen mit den aufgenommenen Mitteln in Form von ETH geschlossen werden. Zudem soll der LTV-Parameter für WETH auf Aave V3 Ethereum Core in Kürze wieder auf den Normalwert zurückkehren.
Ein Abfragetool für Entschädigungen ist ab sofort verfügbar. Betroffene Nutzer können dort ihre voraussichtliche Kompensationshöhe einsehen.