vor 1T
EU droht 90%-Gasspeicherziel zu verfehlen, während LNG-Ladungen zunehmend nach Asien gehen
Europas Gasspeicher sind stark unterfüllt und lagen Ende Juli bei nur 5%, 12 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert und 16 Prozentpunkte unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Zwar hat die EU die Auffüllvorgaben bis auf mindestens 75% gelockert, doch das 90%-Ziel gilt als kaum noch erreichbar. Hintergrund sind die kriegsbedingte faktische Schließung der Straße von Hormus, über die rund 20% des weltweiten Gastransits laufen, sowie die zunehmende Umlenkung von US-LNG-Frachten nach Asien.
vor 1T
vor 2T
Krieg und Hitzewellen könnten Brot- und Nudelpreise weiter nach oben treiben
Oxford Economics rechnet für 2026 mit einem Anstieg der globalen Lebensmittelpreise um 11,8%, wobei Getreide, Obst und Gemüse sowie Milchprodukte am stärksten betroffen sein dürften. Nach der Hitzewelle in Europa senkte Coceral die Prognose für die Getreideernte in EU27 und Großbritannien auf 286,6 Millionen Tonnen. Der Deutsche Bauernverband warnt, dass Dürre und Hitze in Deutschland die Getreideernte um 7% auf 41,9 Millionen Tonnen drücken könnten.
vor 2T
7-31
BP bereitet Verkauf des Nordsee-Geschäfts vor
BP hat angekündigt, das gesamte Öl- und Gasgeschäft in der britischen Nordsee verkaufen zu wollen. Das Paket umfasst fünf Produktionszentren, eine durchschnittliche Förderung von rund 11,7万 Barrel Öläquivalent pro Tag im Jahr 2025 und etwa 1100 Beschäftigte, was rund 5% der globalen Öl- und Gasförderung von BP entspricht. Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen und wird bis Ende 2026 erwartet. Der Schritt unterstreicht den weiteren Rückzug aus reifen Förderregionen zugunsten einer stärkeren Ausrichtung auf Low-Carbon- und Energiewende-Strategien und könnte die Struktur der britischen Inlandsversorgung beeinflussen sowie potenziell Abwärtsdruck auf Brent ausüben.
7-31
7-28
Studie: EU könnte bis 2030 mit Wind, Solar und Wärmepumpen aus der LNG-Abhängigkeit ausbrechen
Die Denkfabrik IEEFA kommt zu dem Schluss, dass eine schnellere Einführung von Windkraft, Photovoltaik und Wärmepumpen der EU helfen kann, sich bis 2030 aus der Abhängigkeit von Flüssigerdgas (LNG) zu lösen. Demnach ersetzten diese Technologien 2024 bereits 8.8 billion cubic meters LNG – etwa zwei Drittel der damaligen LNG-Importe der EU aus Katar. Wenn die EU in den kommenden fünf Jahren jährlich mindestens 4 million Wärmepumpen sowie 75GW Solar und 22GW Wind zubaut, könnte der Gasbedarf bis 2030 um rund 25 percent sinken, so die Studie.
7-28
7-28
Aktien geben nach, Chipwerte geraten unter Verkaufsdruck
Der südkoreanische Kospi brach an einem Tag um 10,5% ein, nachdem Samsung Electronics und SK Hynix jeweils um mehr als 12% fielen. In China sprang die Aktie des Speicherchip-Herstellers CXMT am ersten Handelstag an der STAR-Börse um 466% und das Unternehmen nahm in seinem Börsengang rund 86 Milliarden US-Dollar ein. In Asien rutschten auch der Nikkei 225 in Tokio um 4% und der taiwanische Taiex um 3,9%, während Hongkong sowie die Börsen in Shanghai und Shenzhen ebenfalls nachgaben; nur der australische ASX legte um 0,6% zu. Parallel schwächte sich der Ölpreis ab: Brent verlor 0,8% auf 85,16 US-Dollar je Barrel.
7-28
6-24
KNDS skizziert Doppel-IPO in Paris und Frankfurt mit möglicher Bewertung von bis zu 15 Mrd. €
KNDS, einer der größten europäischen Hersteller von Militärgerät, hat Details zu einem geplanten Börsengang mit Doppelnotierung in Paris und Frankfurt veröffentlicht, der den Konzern mit 12 bis 15 Mrd. € bewerten könnte. Der Hersteller der Kampfpanzer Leopard und Leclerc will die Aktien in den kommenden Wochen platzieren; der genaue Termin steht nach Angaben von CEO Jean-Paul Alary noch nicht fest. Deutschland plant den Einstieg mit 40%, Frankreich soll seinen Anteil von 50% auf 40% reduzieren, während 20% an die Börse gebracht werden. Die Ankündigungen fallen in eine Phase zusätzlicher Unsicherheit für Rheinmetall: Berlin will das von Rheinmetall dominierte F126-Fregattenprogramm zugunsten kleinerer Schiffe von TKMS streichen, und die Monopolkommission kritisiert die hohe Konzentration bei Rüstungsbeschaffungen.
6-24
6-19
Planet A Foods bringt ChoViva aus Sonnenblumenkernen in Europas Schokoladenfabriken
Das deutsche Startup Planet A Foods hat mit ChoViva eine Schokoladenalternative auf Basis von Sonnenblumenkernen entwickelt, die ohne Kakaobohnen auskommt und von mehreren mittelgroßen bis großen Herstellern in Europa eingesetzt wird. Der CO2-Fußabdruck liegt im Vergleich zu herkömmlicher Schokolade um 73.6% niedriger. Als Treiber gilt auch die Kakao-Krise 2024–2025 sowie die Prognose, dass bis etwa 2050 rund 50% des globalen Kakaoangebots wegfallen könnten. Planet A Foods produziert nach eigenen Angaben 1万吨 ChoViva pro Jahr; zu den Partnern zählt unter anderem der französische Hersteller Abtey sowie Unternehmen aus der Schweiz und Belgien.
6-19
6-19
UN-Klimaverhandlungen in Bonn geraten wegen Widerstands ölexportierender Staaten gegen strengere Wissenschaftsformeln ins Stocken
Die UN-Klimaverhandlungen in Bonn sind ins Stocken geraten, weil mehrere Ölexportländer sowie Indien eine stärkere Verankerung wissenschaftlicher Formulierungen ablehnten und sich gegen eine Route zum Ausstieg aus fossilen Energien stellten. Zudem kam keine Einigung über Klimafinanzierung zustande, die Entwicklungsländern bei der Anpassung helfen soll. Auch bei Mechanismen zur Umsetzung des 1,5°C-Ziels gab es keinen Durchbruch. Der Stillstand dämpft kurzfristig Erwartungen an eine Verschärfung globaler Energiepolitik und stützt damit tendenziell Ölpreise und Upstream-Öl- und Gasunternehmen, ohne unmittelbare Angebotsstörungen oder abrupte Regulierungsschritte auszulösen.
6-19