7-24
OpenAI drängt mit „Presence“ in Unternehmensprozesse – Softwarewerte geraten unter Druck
OpenAI hat mit „Presence“ ein neues Produkt vorgestellt, das KI-Agenten in Unternehmen durch Daten-Governance sowie Rechte- und Richtliniensteuerung effektiver machen soll. Die Ankündigung verschärfte am Mittwoch die Sorge, dass KI klassische Softwareangebote verdrängen könnte, und trug zu einem Rückgang des IGV-Softwareindex um 3% bei. In der Folge gerieten SaaS-Aktien wie Workday, Atlassian und HubSpot deutlich unter Verkaufsdruck. Der Schritt gilt als Teil der Strategie von OpenAI, in Felder wie Kundensupport, Vertrieb und interne Prozessautomatisierung vorzudringen.
7-24
7-17
Asiens KI-Chip-Rallye gerät ins Stocken: Kioxia bricht um 16% ein, TSMC verliert über 5%
Südkoreas Aufsichtsbehörden haben strengere Regeln für den Handel mit gehebelten Single-Stock-ETFs angekündigt, um übermäßige Spekulationen bei KI-bezogenen Aktien zu dämpfen. Das löste eine Verkaufswelle bei asiatischen Chipwerten aus: Kioxia fiel an einem Tag um 16%, hat sich seit dem Juni-Hoch halbiert und rund 185 Milliarden Dollar an Börsenwert eingebüßt. TSMC sank trotz eines Gewinnanstiegs von 77% um mehr als 5%, während Samsung Electronics und SK Hynix im Jahresverlauf bereits um rund ein Drittel nachgegeben haben; die in den USA notierten SK-Hynix-ADR (ONUS) verloren am Donnerstag 14%.
7-17
7-16
KI-Hardware: Rekordergebnisse reichen Anlegern nicht mehr
Trotz besser als erwarteter Zahlen haben KI-Hardware-Schwergewichte wie TSMC und Samsung deutliche Kursverluste verzeichnet, was die Sorge über die Nachhaltigkeit der Gewinne widerspiegelt. In den USA fielen die ADRs von SK Hynix, Samsung, Micron und Marvell binnen eines Tages um 5% bis 8% und zogen den KOSPI um mehr als 6% nach unten. Der Nasdaq 100 verlor 1.32% und blieb damit klar hinter dem Dow Jones zurück. Parallel eskalierte der Konflikt zwischen den USA und Iran, wodurch die Risiken für die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz stiegen, ohne dass dies starke Ausschläge bei Rohstoffpreisen auslöste.
7-16
7-15
IBM warnt vor Ergebnislücke und löst neue „SaaSpocalypse“-Sorgen aus
IBM hat acht Tage vor der geplanten Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen in einem Schreiben an die Aktionäre eine „Performance-Lücke“ eingeräumt und erwartet geringere Umsätze als gedacht. CEO Arvind Krishna führt dies vor allem darauf zurück, dass Kunden ihre Investitionsausgaben stark in Richtung KI-Hardware wie Server, Speicher und Arbeitsspeicher umschichten und zudem von rasch eskalierenden branchenweiten Cybersicherheitsfragen abgelenkt waren. Mehrere Analysten werten die Warnung als Signal, dass der befürchtete „SaaSpocalypse“-Effekt – systemischer Druck auf Enterprise-Softwarebudgets – greifbarer wird. Genannt werden dabei auch Palantir und ServiceNow (ONUS) als Unternehmen, die ähnlichen Gegenwind spüren könnten.
7-15
7-14
BofA hebt S&P-500-Gewinnprognosen an und sieht die Berichtssaison auf Kurs
Die Bank of America hat ihre Gewinnschätzung je Aktie (EPS) für den S&P 500 im zweiten Quartal auf 85,50 US-Dollar angehoben, was einem Plus von 28% gegenüber dem Vorjahr entspricht und 5% über dem Marktkonsens liegt. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank nun mit einem EPS von 345 US-Dollar, nach zuvor 335 US-Dollar, was einem Anstieg von 26% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Als wichtigste Treiber nennt sie Energie und Technologie; bei den bisher vorgelegten Zahlen übertrafen 83% der Unternehmen die EPS-Erwartungen und 72% die Umsatzschätzungen. Die Prognose stützt sich auf bereits veröffentlichte Ergebnisse, den Trend bei Ausblicken und Revisionen sowie Makrodaten, wobei eine abkühlende Inflation zusätzlichen Rückenwind liefert.
7-14
7-6
Samsung legt am Dienstag Zahlen vor, SK Hynix treibt 29-Milliarden-Dollar-US-Börsengang voran
Anleger im KI-Segment richten den Blick in dieser Woche auf Südkorea, wo Samsung am Dienstag vor Börsenstart Ergebnisse vorlegt und SK Hynix eine US-Notierung im Volumen von 29 Mrd. US-Dollar vermarktet. Für Samsung erwarten Prognosen einen 18-fachen Anstieg des operativen Gewinns sowie ein Umsatzplus von 127% gegenüber dem Vorjahr, laut Bloomberg-Schätzungen. Der Handelsstart der SK-Hynix-Aktie in den USA wird für den 10. Juli erwartet; der Chipkonzern ist der weltweit größte Anbieter von High-Bandwidth Memory, das in KI- und Rechenzentrumsanwendungen eine zentrale Rolle spielt. Zusammen gelten die Ereignisse als kurzfristige doppelte Impulsgeber für koreanische Halbleiterwerte.
7-6
7-1
Meta-Aktie springt nach Cloud-Plänen zeitweise um 10% nach oben
Meta plant den Start eines Cloud-Geschäfts und will ungenutzte KI-Rechenkapazitäten aus eigenen Rechenzentren sowie Zugang zu KI-Modellen verkaufen, womit der Konzern erstmals offiziell in den Public-Cloud-Markt einsteigt. Damit würde Meta in direkte Konkurrenz zu Cloud-Schwergewichten wie Microsoft, Amazon und Google treten. Die Nachricht trieb die Meta-Aktie intraday zeitweise um bis zu 10% nach oben, doch das Vorhaben ist noch in einem frühen Stadium und Details zu Starttermin, Preisen oder Kundengewinnen wurden nicht genannt. Auf Jahressicht liegt die Aktie weiterhin 8% im Minus, während Investoren die Nachhaltigkeit der hohen KI-Investitionen des Unternehmens im Blick behalten.
7-1
6-25
Nvidia führt Datacenter-Ethernet-Switch-Markt im Umsatz mit 21,5% Anteil und 2,1 Mrd. US-Dollar im 1. Quartal 2026 an
Nvidia hat im 1. Quartal 2026 erstmals den Umsatz im Markt für Datacenter-Ethernet-Switches angeführt und kam auf 21,5% Marktanteil beziehungsweise 2,1 Mrd. US-Dollar, womit Arista Networks überholt wurde, wie Zahlen von IDC zeigen. Treiber des Wachstums war vor allem das Spectrum-X-System, das eng mit Nvidias KI-Chips integriert ist und auf die schnelle Umsetzung bei Cloud-Anbietern abzielt. Der Gesamtmarkt erreichte im Quartal 10 Mrd. US-Dollar und wuchs damit um 61% gegenüber dem Vorjahr. Nvidia betont Networking als wichtigen Wachstumspfeiler, während die zunehmende Diversifizierung der Lieferketten bei Cloud-Anbietern als mögliches Risiko gilt.
6-25
6-23
SpaceX verliert 400 Milliarden US-Dollar Börsenwert, Verkaufswelle nach dem IPO nimmt zu
Die SpaceX-Aktie steht vor dem vierten Verlusttag in Folge und liegt am Dienstag vor Handelsbeginn rund 3% im Minus. Vom Intraday-Hoch bei 225 US-Dollar ist der Kurs um mehr als 30% auf eine erwartete Eröffnung bei 150 US-Dollar zurückgefallen; damit gingen gegenüber dem Schlusswert vom selben Tag rund 400 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Die Marktkapitalisierung sank damit von 2,4 Billionen US-Dollar zum Schluss am Dienstag, 16. Juni, auf rund 1,96 Billionen US-Dollar. Der Abverkauf trifft auf einen breiteren Rückgang bei Tech-Werten: Nasdaq-Futures deuteten vor der Eröffnung am Dienstag auf ein Minus von mehr als 2,5% hin und belasteten auch hoch bewertete US-Techkonzerne.
6-23