vor 1 Std.
S&P-Global-Report: Indien hält Energiesicherheit trotz globalem Energieschock stabil
Ein Bericht von S&P Global kommt zu dem Schluss, dass Indien trotz der Spannungen in Westasien seine Energiesicherheit dank diversifizierter Lieferketten, starker heimischer Kohlekapazitäten und ausgebauter digitaler Infrastruktur aufrechterhält. Die Konfliktlage habe jedoch die Preise für importierte Kohle und die Frachtkosten um 30–40% steigen lassen und damit auch die Großhandelsstrompreise nach oben gedrückt, heißt es in dem Bericht. Als Vorteil wird die geringere Abhängigkeit von LNG-Importen genannt, zugleich warnt der Bericht vor strukturellen Schwachstellen bei der LPG-Beschaffung. Indiens Rohölvorräte deckten demnach 76–80 Tage ab, kurzfristig seien die Auswirkungen begrenzt, die globale Volatilität wirke sich aber bereits auf die marginalen Strompreise aus.
vor 1 Std.
vor 4 Std.
Indiens Leistungsbilanzdefizit dürfte im GJ27 auf 2,2% des BIP steigen – getrieben von hohen Ölpreisen
Indiens Leistungsbilanzdefizit dürfte von 0,6% des BIP im FY26 auf 2,2% im FY27 steigen, weil hohe Energiepreise die Außenbilanz belasten. Crisil rechnet in diesem Geschäftsjahr mit einem durchschnittlichen Brent-Preis von $9095 je Barrel, rund 32% höher als im Geschäftsjahr 2026. Im Mai weitete sich Indiens Warenhandelsdefizit auf $282 Milliarden aus, wobei die Ölimportkosten den Druck erhöhten. Anhaltend hohe Ölpreise werden dabei auf geopolitische Konflikte in Westasien und eine verzögerte Normalisierung der Lieferungen trotz der angekündigten Wiedereröffnung der Straße von Hormuz zurückgeführt.
vor 4 Std.
vor 6 Std.
Gold fällt am 18. Juni 2026 auf $4,339.10 je Unze, Silber auf $69.46
Am 18. Juni 2026 fiel der internationale Goldpreis auf $4,339.10 je Unze, während Silber auf $69.46 je Unze nachgab; auch am indischen MCX gaben beide Metalle nach. Daniela Corsini, Ökonomin bei Intesa Sanpaolo, erwartet bis Ende 2026 einen Rückgang auf etwa $4,000 je Unze bei Gold und $60 bei Silber, bevor sich die Preise stabilisieren. Obwohl ein US-Iran-Abkommen eigentlich die Nachfrage nach sicheren Häfen stützen sollte, schwächte ein deutlicher Rückgang der Rohölpreise die kurzfristige Unterstützung für Edelmetalle.
vor 6 Std.
vor 7 Std.
Fed hält Leitzins zum vierten Mal bei 3,50–3,75% – Analysten sehen Chancen für Qualitätsaktien
Die US-Notenbank hat ihren Leitzins nach der Sitzung im Juni zum vierten Mal in Folge bei 3,50–3,75% belassen und die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte im laufenden Jahr auf 50% angehoben. Zugleich hob sie ihre Inflationsprognosen an und senkte die Erwartungen für das BIP-Wachstum. Nach der Entscheidung zogen die Renditen von US-Staatsanleihen an, während Technologiewerte an der Wall Street deutlich nachgaben; Microsoft, Meta, Alphabet und Amazon schlossen im Minus. Das stützte die Erwartung eines länger anhaltend hohen Zinsniveaus, was die Bewertung wachstumsstarker Titel mit langer Duration direkt belastet.
vor 7 Std.
vor 7 Std.
Südkorea setzt im zweiten Halbjahr 2026 Quoten-Zölle auf LNG und LPG auf null
Südkoreas Finanzministerium kündigte an, im zweiten Halbjahr 2026 innerhalb von Kontingenten einen Zollsatz von null auf Flüssigerdgas (LNG) und Flüssiggas (LPG) einzuführen und zugleich die Zölle auf für die LPG-Produktion verwendetes Rohöl auf null zu senken. Die Maßnahme soll Inflationsdruck mindern, indem sie Kosten für Versorger und Transport stabilisiert. Die Verbraucherpreise stiegen in Südkorea im Mai im Jahresvergleich um 3,1% und damit so stark wie seit 26 Monaten nicht mehr. Nach Zustimmung des Kabinetts soll die Regelung am 1. Juli in Kraft treten, wie das Ministerium mitteilte.
vor 7 Std.
vor 2T
Indische Kreditnehmer setzen 2026 zunehmend auf Goldkredite statt klassischer Finanzierung
Der Beitrag beschreibt einen strukturellen Trend, wonach Kreditnehmer in Indien im Jahr 2026 häufiger Goldkredite nutzen. Als Gründe nennt er niedrigere Zugangshürden, schnelle Auszahlung und den Vorteil, dass Schmuck als Vermögenswert im Eigentum bleibt und von einem „Tresor-Asset“ zur aktiv genutzten Sicherheit wird. Zudem verschärfen Vorgaben zur dynamischen LTV-Steuerung und zur Prüfung der Gesamtschuldenexponierung die Anforderungen an saubere Rückzahlungshistorien. Das hohe Goldpreisniveau erhöht den Beleihungswert und begünstigt Verpfändung statt Verkauf, was indirekt den Angebotsdruck am Spotmarkt mindern kann.
vor 2T
vor 2T
US-Erdgas erholt sich: Henry Hub steigt von 2,77 auf über 3 US-Dollar je MMBtu
Ein Bericht zeigt, dass sich der US-Erdgaspreis am Henry Hub vom April-Tief bei 2,77 US-Dollar/MMBtu wieder über 3 US-Dollar bewegt hat. Treiber sind drei Wochen in Folge unter den Erwartungen liegende Speicherinjektionen und ein deutlich geschrumpfter Jahresüberschuss bei den Vorräten. Hinzu kommen steigender Strombedarf im Sommer sowie zusätzliche Nachfrage durch neue LNG-Exportkapazitäten und Rechenzentren. Preisaufschläge in Europa und Asien sowie Störungen internationaler Transportwege stützen zudem die Wettbewerbsfähigkeit von US-LNG.
vor 2T