Britische FCA erwägt: Publikumsfonds sollen bis zu 10% in Krypto-ETNs investieren dürfen

Nach Angaben von CoinDesk will Großbritannien den Zugang zu Krypto-Anlageprodukten weiter ausbauen. Die britische Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) hat vorgeschlagen, bestimmten auf Privatanleger ausgerichteten Fonds zu erlauben, bis zu 10% ihres Vermögens in börsengehandelte Kryptowährungs-Notes (Exchange-Traded Notes, ETNs) zu investieren. Der Vorschlag betrifft sowohl UCITS-Fonds als auch bestimmte Non-UCITS Retail Schemes (NURS). Bei den von der FCA genannten UCITS und NURS handelt es sich um in Großbritannien regulierte, offene Anlagevehikel, die ähnlich wie klassische Investmentfonds funktionieren: Sie bündeln Gelder von Privatanlegern und lassen diese von professionellen Asset Managern verwalten. Krypto-ETNs sollen künftig als Beimischung möglich sein, allerdings mit einer Obergrenze von 10%. Laut FCA soll die Begrenzung verhindern, dass die hohe Volatilität von Kryptowährungen die Gesamtentwicklung der Fonds übermäßig beeinflusst. Der Vorstoß wird als Fortsetzung der britischen Öffnung gegenüber Krypto-Handelsprodukten gewertet. Im Oktober 2025 hatte die FCA das seit 2021 geltende Verbot für Privatanleger aufgehoben, Krypto-ETNs zu handeln, und damit den Zugang für Einzelinvestoren wieder ermöglicht. Im Vergleich zum direkten Kauf und Halten von Krypto-Assets bieten ETNs eine Kursbeteiligung über traditionelle Wertpapierdepots und gelten als wichtiger Baustein, um Krypto-Exposure in regulierte Finanzstrukturen zu bringen. Zugleich bleibt der Wettbewerbsdruck im Markt ein Thema. Die früher strikten Beschränkungen für Krypto-Börsenprodukte in Großbritannien stießen bei einigen Marktteilnehmern auf Kritik. Sie warnen, dass eine dauerhaft geringere Produktauswahl gegenüber anderen großen Märkten die Attraktivität des Standorts schwächen könnte. Mit der 10%-Kappung signalisiert die FCA, dass sie Risiken weiter begrenzen will, Publikumsfonds aber zugleich mehr Spielraum für ein indirektes Krypto-Exposure über regulierte Instrumente geben möchte.