STRC: Strategy stellt Dividenden auf zwei Auszahlungen pro Monat um und stockt Bitcoin-Bestand um 1.550 BTC auf
Strategy stellt die Dividendenauszahlungen für die STRC-Vorzugsaktien von monatlich auf zwei Termine pro Monat um. Das Unternehmen will damit die Handelbarkeit erhöhen und Kursschwankungen abmildern, während STRC weiter unter dem Nennwert von 100 US-Dollar notiert.
Auf der Hauptversammlung 2026 verabschiedeten die Aktionäre den entsprechenden Beschluss (Proposal 5). Unterstützt wurde die Satzungsänderung sowohl von MSTR- als auch von STRC-Inhabern. Künftig erfolgen die Ausschüttungen jeweils am 15. sowie am letzten Tag eines Monats. Der erste Stichtag ist der 30. Juni 2026, die erste Zahlung im neuen Rhythmus folgt am 15. Juli.
CEO Phong Le erklärte, der halbmonatliche Turnus solle "den Kurs stabilisieren, Zyklik dämpfen, Liquidität fördern und die Nachfrage nach STRC erhöhen" und STRC-Investoren zugleich eine schnellere Reinvestitionsmöglichkeit bieten. Zum Zeitpunkt der Meldung lag STRC laut Yahoo Finance bei rund 96,65 US-Dollar und damit unter dem Nennwert. Die Vorzugsaktie bietet eine jährliche Dividendenrate von 11,50%.
Parallel nahm Strategy die Bitcoin-Käufe wieder auf: Zwischen dem 1. und 7. Juni erwarb das Unternehmen 1.550 BTC für rund 101,3 Mio. US-Dollar, im Schnitt zu 65.332 US-Dollar je Bitcoin. Damit stieg der ausgewiesene Bestand auf 845.256 BTC. Zugleich erhöhte Strategy seine US-Dollar-Reserve um 100 Mio. US-Dollar auf insgesamt 1 Mrd. US-Dollar.
Der jüngsten Aufstockung war Ende Mai ein Verkauf von 32 BTC für etwa 2,5 Mio. US-Dollar vorausgegangen. Es handelt sich um den ersten gemeldeten Bitcoin-Verkauf seit Dezember 2022.
JPMorgan wertete den kleinen Verkauf im Mai als vermutlich symbolisch und freiwillig, womöglich um Flexibilität zu demonstrieren und STRC-Anleger zu beruhigen. Die Bank verwies zugleich darauf, dass der Schritt Fragen aufwerfe, wie künftige Dividendenverpflichtungen finanziert werden könnten, ohne Bitcoin-Bestände anzutasten. Höhere Cash-Reserven könnten die Sorge vor weiteren Verkäufen verringern.
Andere Beobachter halten zusätzliche Verkäufe nicht für zwangsläufig. BTCTOP-CEO Jiang Zhuoer warnte, größere Bitcoin-Verkäufe könnten Strategy's Positionierung als langfristiger Halter untergraben und mehr schaden als ein Durchhalten in Abschwüngen. Selbst bei einem Bitcoin-Kurs von 30.000 US-Dollar bliebe die Verschuldungsquote aus seiner Sicht beherrschbar (rund 10%). Um STRC-Verpflichtungen zu bedienen, könnte das Unternehmen eher ältere, günstiger erworbene Bestände veräußern und neue Emissionserlöse für weitere Käufe nutzen.
Für Anleger ist die Umstellung auf halbmonatliche Dividenden vor allem ein taktischer Schritt: häufigere Ausschüttungen können STRC für einkommensorientierte Investoren attraktiver machen. Gleichzeitig sollen neue Bitcoin-Käufe und eine stärkere Liquiditätsposition die Balance zwischen Krypto-Exposure und Dividendenzusagen sichern – besonders solange STRC unter pari handelt.