Humanity Protocol nach Exploit mit über 30 Mio. US-Dollar Schaden – H-Token bricht um rund 90% ein

Humanity Protocol ist Ziel eines schweren Sicherheitsvorfalls geworden. Nach Angaben der Onchain-Analyseplattform Lookonchain belaufen sich die Verluste inzwischen auf mehr als 30 Mio. US-Dollar. Der zum Projekt gehörende H-Token stürzte nach dem Vorfall um etwa 90% ab. Der Onchain-Analyst Specter machte den Angriff öffentlich. Demnach wurden mehr als 17 Wallets mit H-Token-Beständen geleert. Die ersten Schätzungen lagen bei über 19 Mio. US-Dollar, wurden später nach oben korrigiert. Die abgezogenen Mittel konnten zu mehreren mutmaßlichen Angreifer-Adressen nachverfolgt werden. Eine offizielle Bestätigung der technischen Ursache steht weiter aus. Humanity Protocol bestätigte den Vorfall über seinen offiziellen Account und erklärte, dass die privaten Schlüssel eines Mitglieds der Humanity Foundation kompromittiert worden seien. Berichten zufolge verkauft der Angreifer fortlaufend H-Token und tauscht die Erlöse in Ethereum um. Das sorgt für anhaltenden Verkaufsdruck auf den bereits stark gefallenen Kurs. Hinweise des Teams Das Team fordert Nutzer zu einer sofortigen Maßnahme auf: Bis zu einer formellen Entwarnung sollen weder die Bridge noch Liquiditätspools genutzt werden. Zugleich warnte das Projekt vor Betrügern und Nachahmern, die solche Ereignisse typischerweise ausnutzen. Humanity Protocol werde niemals zuerst Direktnachrichten senden und niemals nach Seed-Phrases oder privaten Schlüsseln fragen. Offizielle Updates würden ausschließlich über den Humanity-Protocol-Account oder den Mitgründer Terence Kwok veröffentlicht. Marktauswirkungen Der H-Token verlor nach Bekanntwerden des Exploits intraday rund 90%. Die fortgesetzte Umwandlung der entwendeten Token in Ethereum verhinderte bislang eine nennenswerte Erholung. Das Ausmaß des Abverkaufs spiegelt sowohl den direkten Liquidationsdruck durch den Angreifer als auch die Panik vieler Anleger wider, die schnell aussteigen wollten.