H-Token von Humanity Protocol bricht nach Sicherheitslücke um 90% ein – Schaden rund 32 Mio. US-Dollar
Der H-Token von Humanity Protocol ist nach einem schweren Sicherheitsvorfall zeitweise um nahezu 90% abgestürzt. Nach Angaben aus dem Onchain-Umfeld wurden private Schlüssel mit Projektbezug kompromittiert, wodurch Angreifer aus mindestens 17 Wallets mehr als 30 Mio. US-Dollar abziehen konnten.
Laut CoinGecko fiel H nach Bekanntwerden des Vorfalls von 0,68 US-Dollar bis auf 0,079 US-Dollar. Später erholte sich der Kurs auf etwa 0,12 US-Dollar, lag damit aber weiterhin rund 85% im Minus innerhalb von 24 Stunden.
Onchain-Analysten zufolge begann der Angreifer nach dem Exploit, H in den Markt zu verkaufen und die Erlöse in ETH umzutauschen. Ermittler identifizierten zudem das Minting von 100 Mio. H-Token auf der BNB Chain, was die Umlaufmenge um geschätzte 11,4 Mio. US-Dollar erhöhte und zusätzlichen Abwärtsdruck befürchten ließ. Die Sorge nahm weiter zu, nachdem weitere 100 Mio. H gemintet wurden.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Angreifer durch Verkäufe von H bereits etwa 18.510 ETH (30,83 Mio. US-Dollar) sowie 1.548 BNB (924.000 US-Dollar) realisiert. Nach Angaben aus dem Onchain-Tracking kontrolliert der Exploiter weiterhin rund 111 Mio. H im Gegenwert von etwa 14 Mio. US-Dollar, während die Onchain-Liquidität inzwischen nahezu aufgebraucht ist.
Humanity Protocol bestätigte, dass der Angriff auf kompromittierte private Schlüssel eines Mitglieds der Humanity Foundation zurückzuführen sei. Gründer Terence Kwok erklärte, man reagiere gemeinsam mit externen Sicherheitspartnern und Börsen. Nutzer wurden aufgefordert, bis auf Weiteres weder die Bridge noch Liquiditätspools des Protokolls zu nutzen.