BitMine kauft 127.000 ETH und steuert 5%-Ziel des Angebots an – Ether nahe 1.500 US-Dollar

Laut CoinDesk hat BitMine seine Ethereum-Position in der vergangenen Woche deutlich ausgebaut. Die Wocheneinkäufe stiegen auf 126.971 ETH, ein kräftiger Sprung gegenüber den 26.497 ETH der Vorwoche. Damit belaufen sich die Bestände des Unternehmens auf 5.543.872 ETH, was rund 4,59% des gesamten Ethereum-Angebots entspricht. Die Käufe fallen in eine Phase anhaltender Kursschwäche und haben die Diskussion neu entfacht, ob ETH ein kurzfristiges Tief ausbildet. Ether rutschte in der vergangenen Woche bis auf 1.522 US-Dollar, erholte sich zu Wochenbeginn in die Spanne von 1.670 bis 1.712 US-Dollar, der übergeordnete Trend bleibt aber schwach. In den vergangenen 7 Tagen fiel ETH um 15,3%, auf 30-Tage-Sicht beträgt das Minus 28,1%. Gegenüber dem Allzeithoch von 4.946 US-Dollar im August 2025 ergibt sich ein kumulierter Rückgang von etwa 66%. BitMine nähert sich damit dem eigenen Jahresziel. In einer Mitteilung bezeichnete das Unternehmen die 126.971 ETH als den größten wöchentlichen Zuwachs seit 2026. Bis Ende 2026 will BitMine 5% des gesamten Ethereum-Angebots halten. Mit 4,59% seien damit rund 92% des Ziels erreicht. Auf Basis der genannten Zahlen wird der aktuelle ETH-Bestand von BitMine auf etwa 9,04 Mrd. US-Dollar bewertet. Davon sind rund 4.718.677 ETH über die institutionelle Staking-Plattform MAVAN gestakt. Bei einer aktuellen 7-Tage-Rendite von 2,99% ergibt sich ein geschätztes annualisiertes Staking-Einkommen von rund 230 Mio. US-Dollar. Chairman Tom Lee erklärte, bei weiterem Wachstum könne die annualisierte Staking-Rendite bis auf 270 Mio. US-Dollar steigen. Technische und Onchain-Signale bleiben derweil angespannt. Trotz Unterstützung durch institutionelle Käufe ist laut Bericht noch keine klare Trendwende erkennbar. ETH notiert weiterhin unter den exponentiellen gleitenden Durchschnitten über 20, 50 und 100 Tage, die gebündelt zwischen 1.874 und 2.178 US-Dollar liegen. Der 14-Tage-RSI liegt bei etwa 27, der Stochastik-Indikator bei rund 26 – beide im überverkauften Bereich; ein überverkaufter Zustand gilt jedoch nicht als Beleg für eine Trendwende. Onchain-Daten deuten ebenfalls auf Druck hin: Nur etwa 11% des Ethereum-Angebots befinden sich aktuell in einem Dreifach-Gewinn-Status, dem niedrigsten Niveau seit Februar 2017. Einige Analysten werten dies als Hinweis auf eine langfristige Unterbewertung, betonen aber, dass solche Einschätzungen stark von Marktmeinungen geprägt sind. Auch bei ETFs und Derivaten ist die Volatilität nicht verschwunden. US-Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten im Mai Nettoabflüsse von 540 Mio. US-Dollar sowie weitere 168 Mio. US-Dollar Anfang Juni. Am 8. Juni drehte der Trend auf einen Nettozufluss von 82,37 Mio. US-Dollar. Damit stieg der kumulierte Nettozufluss auf 11,28 Mrd. US-Dollar, die gesamten Nettovermögenswerte liegen bei rund 9,36 Mrd. US-Dollar. Am Derivatemarkt beliefen sich die Liquidationen bei Ethereum in den vergangenen 24 Stunden auf etwa 66,3 Mio. US-Dollar, davon entfielen rund 33,8 Mio. US-Dollar auf Long-Positionen. Das spricht dafür, dass die kurzfristige Erholung weiterhin fragil ist. Marktanalysten zufolge könnte sich die Erholung fortsetzen, wenn die Wochenkerze über 1.500 US-Dollar schließt. Fällt ETH darunter zurück, dürfte die nächste wichtige Unterstützungszone in Richtung 1.000 US-Dollar rücken. BitMines großvolumige Käufe erhöhen die Aufmerksamkeit am Markt. Ob daraus eine nachhaltige Trendwende entsteht, hängt laut Bericht vor allem von den kommenden Kapitalflüssen und der weiteren Kursentwicklung ab.